Swingende Teufel im Leipziger Zoo

Nein, es ist keine neue Lebensform, die im Leipziger Zoo zu sehen und zu hören war. Der Popchor unserer Schule hat sich vor vielen Jahren diesen Namen gegeben. Und genau dieser Popchor war einer von zwei sächsischen Oberschulchören, die im Rahmen der 23. Auflage von "Schulen musizieren" im Zoo Leipzig auftreten durften. Diese Veranstaltungsreihe ist die größte Schulmusikveranstaltung in Sachsen und wird seit 1992 jährlich an wechselnden Orten ausgerichtet.

Das Wetter konnte nicht besser sein. Unser Bus fuhr uns bis vor den Haupteingang. Dann hieß es: Technik schleppen, denn ganz ohne diese geht es bei uns nicht. Zum Glück standen Mitarbeiter des Zoos und freiwillige Helfer bereit, damit alles schnell und sicher zu den Auftrittsorten gebracht werden konnte. All das geschah während des an diesem Tag enormen Besucheransturms.

Dann ging es endlich los. Alle Chöre, Orchester und Ensembles, zusammen mehr als 900 Schülerinnen und Schüler von Grund-, Förder- und Oberschulen sowie Gymnasien, stellten sich am Vormittag in verschiedenen Sälen des Zoos dem Fachpublikum vor. Unser Chor durfte im "Großen Saal" auftreten. Das ist schon eine andere Hausnummer im Vergleich zum bekannten Saal des Schützenhauses.

Anschließend ging es nach draußen. An 4 Auftrittsorten konnten wir unser Können zeigen. Jeweils ca. 20 Minuten singen und tanzen, dann weiter zum nächsten Auftritt. Wenn auch mal ein paar technisch-organisatorische Stolpersteine im Weg lagen, so lieferten wir dennoch alles in gewohnter hoher Qualität ab. Sobald wir auftraten, bildete sich eine Menschentraube um unsere improvisierte Bühne und der musikalische Funke sprang schnell auf die Besucher über. 20 Minuten können so schnell vorbei sein.

HP 4643
Eröffnungsauftritt im großen Saal

 

HP 4748
Auftritt in der Bärenburg

 

HP 4858
Die Techniker geben Regieanweisungen für den Chor

 

HP 4838
Unsere Bühne auf dem Vorplatz des Gondwanalandes

 

Die für uns letzte Station war "unsere" Bühne vor dem Gondwanaland. Unsere beiden Techniker waren ausschließlich für diesen Auftrittsort zuständig. Schnelles Umbauen und Improvisieren war gefragt, denn jedes Ensemble hatte andere Wünsche. Und alles klappte! Gerade so etwas macht aber den Reiz einer solchen Veranstaltung aus. Und nur so lernt man etwas.

Die bis zur Abfahrt des Busses verbleibende Stunde nutzten wir für einen kleinen Zoo-Rundgang. Elefanten, Affen, Vögel aller Art oder ein Besuch im tropischen Gondwanaland – in kleinen Gruppen konnten wir das Gelände auf eigene Faust erkunden.

Gegen 17.00 Uhr begann dann die Rückfahrt. Die völlig verstaubte Technik musste ebenfalls wieder zum Bus. Zum Glück waren alle wieder vollzählig und pünktlich da. Auf der Rückreise merkte man deutlich, dass die Anspannung vor diesem großen Auftritt abgefallen war und nun die Erlebnisse ausgewertet wurden. Von Müdigkeit oder Erschöpfung war kaum etwas zu spüren.

Ein großer Dank geht an die Mitarbeiter des Leipziger Zoos und die Helfer vor Ort. Nicht ein einziges Mal war "Das geht nicht!" zu hören. Scheinbar Unmögliches wurde sofort erledigt, Wunder dauerten nur unwesentlich länger. Bei den mitgereisten Eltern möchten sich vor allem die Techniker herzlich für die helfenden Hände bedanken.

Text: A. Garten
Fotos: G. Hein

   
© 1998 - 2020 Oberschule Pulsnitz