Unser Popchor auf Reisen

Station 2: Die 20. Bundesbegegnung „Schulen musizieren“ in Saarbrücken

Die 2. Station war gleichzeitig auch die bedeutendste. Bei der 20. Bundesbegegnung „Schulen musizieren“ hatte unser Popchor die Aufgabe das Bundesland Sachsen zu vertreten. Nach 10stündiger Anreise führte uns unser Weg zum ersten von 4 Begegnungskonzerten. Im Theater Saarbrücken zeigten die ersten Ensembles ihr Können.

Leider geriet der Zeitplan durch den einen oder anderen überlangen und ermüdenden Redebeitrag gehörig durcheinander. Schade, denn so erhielten die anschließenden guten Beiträge der Schülerinnen und Schüler am Ende leider nicht mehr die Aufmerksamkeit, die sie verdient haben.

Dann kam der für uns wohl spannendste Teil des Tages: Die Aufteilung auf die Gastfamilien in Sulzbach. Nicht jede Vorstellung der Schülerinnen und Schüler deckte sich mit den Möglichkeiten. Völlig nebensächlich, wie sich schon am nächsten Morgen zeigte.

Dieser zweite Tag begann mit einem gemeinsamen Workshop unseres Chores mit dem Schülerchor „Sing together“ des Theodor-Heuss-Gymnasiums Sulzbach und dem Schulchor vom Illtal-Gymnasium Illingen. Anfänglich noch etwas zurückhaltend, merkte man nach ein paar Songs kaum noch, dass sich die Chöre zum ersten Mal sahen. Es war ein Geben und Nehmen auf allen Seiten.

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Gemeinsames Proben im Theodor-Heuss-Gymnasium Sulzbach und das obligatorische Gruppenbild

Schnell waren die 2 Stunden vergangen und wir begaben uns zu unserem ersten Auftrittsort. Auf dem Tbilisier Platz wartete schon eine große Open-Air-Bühne auf uns. Die Besonderheit unseres Chores, die Bewegung beim Gesang, stellte selbst für die professionellen Tontechniker eine echte Herausforderung dar. So konnten unsere Chortechniker mitverfolgen, wie es die Großen machen. Na gut - bei solchen Veranstaltungen kommt auch ganz andere Technik zum Einsatz.

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Die Swingenden Teufel in der Europa-Galerie Saarbrücken

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    Die große Open-Air-Bühne auf dem Tbilisier Platz in Saarbrücken

Der zweite Auftrittsort war ebenfalls kein einfacher: Der Eingangsbereich der Europagalerie Saarbrücken. Auch hier blieben die Zuschauer stehen und staunten nicht schlecht, was so ein relativ kleiner Chor alles kann. Die häufigsten Fragen waren: „Das sind doch keine gewöhnlichen Schüler - oder?“ oder „Wo liegt eigentlich Pulsnitz?“

tag24Nachdem auch dieser Auftritt erfolgreich absolviert war, hatten wir etwas Freizeit, bevor es zum 2. Begegnungskonzert in die Neunkirchener Gebläsehalle ging. Dieser etwas eigenartige Name rührt aus der Geschichte dieses Gebäudes her. In dieser Halle standen früher die riesigen Gebläse, die die Hochöfen mit Frischluft versorgten. Die Eisenherstellung ist Geschichte und viele Gebäude und Anlagen wurden abgerissen. Einige konnten jedoch als Industriedenkmäler erhalten werden oder dienen heute, wie die Gebläsehalle, anderen Zwecken.

Diesmal gab es keine langen Reden, nur einen etwas holprigen Start. Dann aber rockten die Schülerbands die riesige Halle. Am Ende wurden lautstark Zugaben eingefordert, wodurch die Veranstaltung länger als geplant dauerte. Die Gasteltern waren schnell informiert, sodass sich das individuelle Abendprogramm in den Familien noch etwas nach hinten verschob.

Am dritten Tag fuhren wir in die heimliche Hauptstadt des Saarlandes nach Saarlouis. Dort zeigten wir auf der Open-Air-Bühne auf dem Kleinen Markt unser Können. Hier waren es schon wesentlich mehr Zuschauer und der Funke sprang schnell über. Der Nachmittag war dann etwas „zerpflückt“, denn zwischen dem Soundcheck und dem Beginn des 3. Begegnungskonzerts lagen 2 Stunden. Zu kurz für einen richtigen Stadtbummel, zu lang für ein Abwarten im Theater. Also wurde die Theaterumgebung erkundet. Dann begann es – unser Begegnungskonzert. Alles lief wie am Schnürchen. Und auch bei diesem Konzert hielt es die Zuschauer nicht auf den bequemen Theaterstühlen.

Dann war unser Teil an der Veranstaltungsreihe geschafft. Jetzt schnell nach Sulzbach zurück, wo der letzte Abend in den Gastfamilien beginnen konnte und bei vielen auch recht lang wurde.

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Kleiner Markt in Saarlouis

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   Die Bühne war etwas schmal, für uns aber kein Problem
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Unser Auftritt beim Begegnungskonzert

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   Blick in den Saal

Der letzte Tag begann mit dem unvermeidlich tränenreichen Abschied von den Gastfamilien. Noch das eine oder andere Abschiedsfoto und dann startete unsere Rückreise nach Hause. Auf dieser lernte uns unser Busfahrer Mirko mal von unserer eher verrückteren Seite kennen. Weihnachtsliedersingen oder „Maxi’s Witzothek“ waren nur einige Aktionen, die die lange Autobahnfahrt auflockerten.

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Unser herzlicher Dank geht an unsere Gastgeber: an die Gastfamilien für die liebevolle Aufnahme, an das Theodor-Heuss-Gymnasium Sulzbach für die hervorragende Organisation. Nicht zu vergessen sind auch unser Busfahrer Mirko und sein roter Bus, die uns sicherer und zuverlässig rund 1500 km quer durch Deutschland beförderten.

Text: A.Garten
Fotos: S. Dziwok

   
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