Berufe-Ralley in Dresden

Was tun im Bereich der Berufsorientierung, in Zeiten von Corona? Firmen gehen verständlicherweise auf Sicherheit, Betriebsbesichtigungen sind auch nicht möglich. Was ist also möglich? So organisierte ich die Berufe- Rallye in der Landeshauptstadt Dresden. Hierfür bietet sich die Prager Straße und die Altmarktgalerie mit ihren vielen Möglichkeiten und interessanten Betätigungsfeldern an.

Am 20.10.2020 fuhr ich gemeinsam mit Schüler*innen nach Dresden. Im Vorfeld hatte ich mit dem ehemaligen Gemeinschaftskunde- und WTH Lehrer Herrn Taffel aus der Oberschule Hartha das Konzept vor Ort erarbeitet.

Die Schüler/innen arbeiteten am Projekttag in zwei Gruppen. Jede Gruppe erhielt einen umfangreichen Fragenkatalog, der die verschiedensten Aufgaben beinhaltete. In einem vorgegebenen Zeitfenster mussten die Gruppen die Aufgaben aus dem Katalog abarbeiten und lösen. Viele Geschäfte wurden durch die Teilnehmer*innen aufgesucht. Das angesprochene Personal oder Abteilungsleiter*innen antworteten bereitwillig auf die Fragen der Schüler/innen. Nur wenige begründeten ihr Desinteresse mit zu viel Arbeitsstress.

Bei Blume 2000, der Thalia Buchhandlung und im Musikhaus Schubert sollten die Beteiligten konkrete kommunikative Handlungen durchführen. Wir hatten Glück, dass bei Blume 2000 eine Ausbilderin im Geschäft war und ich sie über unsere Rallye informieren konnte.

In der Buchhandlung Thalia ergründeten die Schülerinnen und Schüler das Sortiment für die Musikarbeit von Jugendlichen und Songwritern. Dann suchten sie sich zwei Bücher aus, die den Zielvorstellungen entsprachen. Wichtig war mit, dass sie das Kaufgespräch durchführten und somit die Arbeitsweise der Mitarbeiter*innen beobachten konnten.

Beim Musikhaus Schubert sollten die Schülerinnen und Schüler eine CD und Gitarrensaiten kaufen. Bei dem umfangreichen Angebot des Geschäftes mussten die Beteiligten genau den Verkaufsprozess beobachten, damit die entsprechenden Materialien den Kaufwünschen entsprachen.

Wie man diesem Konzept Konzept entnehmen kann, gab es neben den typischen Konsumtempeln viele weitere Geschäfte und Dienstleistungen zu entdecken. Den Schülerinnen und Schülern wurde damit eine große Bandbreite im tertiären Bereich der Wirtschaft einer Großstadt nähergebracht.

Anschließend hatten die Teilnehmer/innen noch 2 h Freizeit, die sie reichlich nutzten.

Das Projekt machte allen Beteiligten Spaß und es ist eine Bereicherung für die Berufsorientierung in unserer Oberschule. Ich werde dies Form der Wissensvermittlung auch in Zukunft nutzen.

 

Tina Ertel
Praxisberaterin

   
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